Yoga wissenschaftlich geprüft
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. Wenn ich mir auf Instagram
Yoga-Posts anschaue, frag ich mich erstens,
wurde das mit Selbstauslöser gemacht oder war das
ein organisierter Fotoshoot? Und 2.: Ist das alles nur ein Hype
oder bringt Yoga wirklich was? Ich will in diesem Video
der Frage nachgehen, hat Yoga gesundheitliche Vorteile,
körperliche wie psychische, die wirklich
wissenschaftlich nachgewiesen sind? Soviel kann ich verraten,
die Forschung hat mich überrascht. Neben der Theorie gibt es
natürlich auch einen Praxistest, und zwar mit unserer
rasenden Reporterin Saadet. Hola, Senorita. I’m back. Sie nennt sich selbst…
– Depp für die Wissenschaft. Für uns hat sie
3 verschiedene Yogaarten getestet. Welche die beste ist
und was die Wissenschaft dazu sagt, klären wir jetzt. * Titelmusik * Was ist Yoga überhaupt? Wenn ich an Yoga denke,
denke ich an pure Entspannung, an Karibikmusik, Wellenrauschen. Ich und mein inneres Ich,
wir finden zusammen. Ich dachte, Yoga,
da legt man sich hin und macht ein bisschen so und dann
ist man Zen oder was auch immer. Wenn man versucht,
eine kurze Definition zu finden, stellt man fest: – Kurz ist schwer,
es ist ein sehr weites Feld. – Das ist Holger Cramer. Er ist
Psychologe und Forschungsleiter an der Klinik für Naturheilkunde
und integrative Medizin in Essen. Also Naturheilkunde
und integrative Medizin klingt für eine 08/15-Chemikerin
ungewohnt. Aber da ich bei meiner Recherche
auf einige interessante Studien von Holger Cramer gestoßen bin,
dachte ich, ich skype ihn mal an. Yoga, wie es heute
meist praktiziert wird, umfasst v.a. die bekannten
Yogahaltungen, sog. Asanas, in unterschiedlicher Ausprägung. Das kann sehr sanft sein,
auch hin bis sehr sportlich. – Und zwar oft sportlicher
als es scheint. Ich dachte von mir, ich wäre
nicht die unsportlichste Kartoffel auf dem ganzen Planeten.
Aber da waren Übungen bei, die doch irgendwie
schwer waren zu halten. Die anderen sahen dabei
alle so entspannt aus. Und ich irgendwie nicht,
ich bin ins Schwitzen gekommen. – Neben dem Bewegungsaspekt
umfasst Yoga auch spezielle Atem-
und Meditationstechniken. Die Atemtechniken
werden als Pranayama bezeichnet. Yoga kann total viel umfassen. Wenn wir nach Indien gucken, hatte Yoga früher eine starke
spirituelle Konnotation. Es stammt ursprünglich
aus der indischen Philosophie und Spiritualität und ist dann
durch den Kontakt mit dem Westen auch in Indien stark
zu einer Gesundheitspraxis geworden. – Gesundheitspraxis. Cramer
untersucht Yoga als Zusatztherapie bei verschiedenen Krankheiten.
Was steckt dahinter? Was super spannend ist, ist die
Forschung zu Atmung und Gesundheit. Man könnte meinen, Atmen ist so eine
grundlegende Überlebensfunktion, was kann man da
viel falsch oder richtig machen? Naja, wir atmen manchmal zu flach, zu schnell oder zu viel durch den
Mund, v.a.wenn wir gestresst sind. Es ist wirklich was dran
an der Empfehlung, bei Stress
erst mal ruhig durchzuatmen. Z.B.in einer Prüfung
oder vor einem wichtigen Vortrag. Dass Atmung nicht nur Luftholen ist, sondern Einfluss
auf unser Nervensystem hat, ist inzwischen
wissenschaftlich gut belegt. Wenn man speziell
in die Atmung eingreift, wie es im Yoga der Fall ist, kann man recht viele
physiologische Systeme beeinflussen. Es konnte z.B.gezeigt werden,
dass bestimmte Atemtechniken Neurotransmitter
im Gehirn stimulieren können. Z.B. Gamma-Aminobuttersäure
ist da ein Fall. – Gamma-Aminobuttersäure, kurz GABA,
ist ein Neurotransmitter, d.h.ein Signalmolekül, das Gehirnaktivitäten
runterregelt oder hemmt. Die hemmende Wirkung von GABA
ist ziemlich wichtig für das Gehirn. Also dass wir aktive Gehirnzellen
brauchen, das ist klar, aber auf der anderen Seite sind wir
so vielen Reizen ausgesetzt, dass es ohne GABA
eine völlige Reizüberflutung wäre. Wir wären nicht mehr in der Lage,
Informationen zu ordnen oder zwischen verschiedenen Reizen
zu differenzieren. Die Hemmung durch GABA braucht
unser Gehirn auch, um, ich sag mal, zu verhindern, dass Schaltkreise
im Gehirn übersteuern und eine Rückkopplung entsteht. Das passiert nämlich
bei einem epileptischen Anfall. Deshalb werden bei Epilepsie
Medikamente eingesetzt, die die GABA-Konzentration erhöhen. Dass Yoga über die Atemübungen
und GABA-Erhöhung auch bei Epilepsie helfen könnte,
dafür gibt es bisher keine belastbaren
wissenschaftlichen Daten. Doch GABA hat viele Funktionen. Z.B.hilft es uns
nicht nur bei der Konzentration, sondern auch bei der Entspannung. Deshalb spielt es auch eine Rolle
bei Krankheiten, die mit Stress in Verbindung stehen,
z.B. Bluthochdruck. Stress senkt den GABA-Spiegel,
Yoga kann ihn wieder erhöhen. Yoga kann zwar nicht alleine eine wirksame Therapie
gegen Bluthochdruck sein, aber als Zusatztherapie
zu konventionellen Methoden, also zu entsprechenden Medikamenten,
kann Yoga durchaus helfen. So gibt es hier einige
randomisierte kontrollierte Studien, in denen Yoga als Zusatztherapie
den Blutdruck weiter senken kann. Unsere Atmung kann außerdem auch
kognitive Leistungen beeinflussen. Es gibt ganz neue
Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Atmung unser Gehirn
zum Schwingen bringt. Lange hieß es, dass die Schwankungen
Hintergrundrauschen sind. Jetzt hat man gezeigt, dass Atmung die Aktivität der ganzen
Großhirnrinde synchronisiert und dass diese Aktivität
unserem Atemrhythmus folgt. Diese Studie zeigt, dass Atmen
sogar die Merkfähigkeit beeinflusst. Die Studienteilnehmer bekamen
in der 1.Phase des Experiments 180 verschiedene Bilder zu sehen
für je eine halbe Sekunde, die sie sich gut merken sollten. Nach 20 Minuten Pause
bekamen die Teilnehmer in einer 2.Phase
wieder viele Bilder gezeigt, und zwar eine Mischung
aus den bereits gezeigten Bildern aus Phase 1 und neuen Bildern. Die Teilnehmer
mussten die gemerkten Bilder unter den neuen wiedererkennen. Es ist voll krass,
es stellte sich heraus, dass die Teilnehmer in Phase 1 sich die Bilder
dann besonders gut merken konnten, wenn die Bilder zum Zeitpunkt
des Einatmens erschienen. V.a.wenn die Teilnehmer
durch die Nase einatmeten. Abgefahren, oder? Diese Studien
belegen natürlich nicht die Wirksamkeit
von Atemübungen beim Yoga. Aber ich finde,
sie zeigen überraschend deutlich, dass Atmen mehr ist
als nur Luftholen. Deshalb ist es zumindest plausibel,
dass man beim Yoga versucht, Entspannung oder mehr zu gewinnen,
indem man Atmen bewusst übt. Dass Atmen geübt sein will,
merkt man schnell, wenn man sich mal
an einer Atemmeditation versucht. Bei der Atemmeditation konzentriert
man sich ganz auf seine Atmung, auf das Heben und Senken
von Bauch und Brust, auf die Luft,
wie sie ein- und ausströmt und auf sonst nichts anderes.
Das ist schwerer als es klingt. Anfängern empfiehlt man z.B.,
seine Atemzüge zu zählen, damit man nicht abschweift. Eins, eins. Zwei, zwei. Sobald man in Gedanken abschweift,
fängt man wieder von vorne an. Macht das mal
und schreibt in die Kommentare, wie viele Atemzüge
ihr geschafft habt, ohne an was anderes zu denken. Es ist erstaunlich schwer,
konzentriert zu bleiben. In der Endcard verrate ich euch
eine weitere Atemübung, die ihr
in Stresssituationen anwenden könnt. Aber gehen wir erstmal
vom Atem weg bzw. weiter. Was ist mit den ganzen Yogaposen,
mit den Asanas? Welchen Zweck haben die? Zunächst mal ist Yoga auch Bewegung
und je nachdem, was für einen Kurs man belegt,
auch richtig Sport. Da Saadet sonst
sportlicher unterwegs ist, hat sie sich 3 verschiedene eher
sportliche Yogakurse rausgesucht. Einmal traditionelles Ashtanga-Yoga. – Es war eine super angenehme
Atmosphäre im Yoga-Studio. Wir kamen rein und
es lief etwas Musik im Hintergrund. Alle waren super nett und lieb
und haben so leise schon geredet. So ganz ungewohnt für mich. Es war gar nicht so einfach
wie ich gedacht hab. Zwischendurch war ich entspannt,
aber es war auch echt anstrengend. – Dann einmal Hot Yoga.
– Wir haben im Raum 39-40°. – Und einmal Aerial Yoga.
Auf die gehen wir gleich noch ein. Dass Bewegung gut ist, wissen wir. Bei chronischen Rückenschmerzen ist Bewegung
eine konventionelle Therapie, z.B. Physiotherapie oder Stretching. Hier hat sich gezeigt, dass Yoga
mit den konventionellen Methoden ganz gut mithalten kann. Also eine ernstzunehmende
Therapiealternative ist. Aber Yoga ist nicht nur eine Art
von Sport oder Bewegung, oder? Macht es einen Unterschied,
ob ich bestimmte Asanas ausführe? Oder irgendwelche
Gymnastikbewegungen mache? Zumindest kann man im Vergleich
zu vielen anderen Sportarten sehen: – Dass die Yogaübungen oft
gar nicht so sehr intensiv sind. Sondern dass man oft
in einem Bereich ist, wo man sagt, es reicht noch nicht, um es als Herz-Kreislauftraining
zu klassifizieren. Es hat zu geringe Intensität,
um zu sagen, das Herz-Kreislaufsystem
wird genug angeregt, um zu sagen, es ist ein wirksames
Training. Es wirkt aber trotzdem. Wir haben trotzdem eine Reduktion
von Herz-Kreislauf-Risikofaktoren. D.h.irgendwas muss da drin sein,
was auch wirkt, wenn die Bewegung eigentlich
nicht intensiv genug ist. Einen ähnlichen Effekt
stellte Holger Cramer fest bei einer Studie
zu Yoga und Gewichtsabnahme. Wo wir zeigen konnten,
dass durch Yoga übergewichtige Teilnehmerinnen
Gewicht reduzieren können, Bauchumfang abnehmen. Wenn man das ausrechnet, ist
das alles gar nicht intensiv genug, um eine entsprechende
Kalorienreduktion hinzubekommen, dass diese Gewichtsabnahme
sein dürfte. D.h.da scheint auch die Meditation,
verändertes Essverhalten, dass achtsamer gegessen wird,
eine Rolle zu spielen. Der Bewegungsaspekt
lässt sich also schwer von anderen Yogaaspekten trennen. Aber vielleicht
ist genau deshalb Yoga so positiv, weil es eben nicht nur Bewegung
oder nur Meditation ist, sondern einen gesamten Lebensstil
beeinflussen kann. Der potentielle Anwendungsbereich
von Yoga als Therapie ist jedenfalls erstaunlich groß. Bei Depressionen z.B.,
wenn man darauf guckt, weiß man, dass Bewegung bei Depressionen
generell gut ist. Es gibt auch gute Hinweise,
dass Meditation bei Depressionen gut helfen kann. Sodass Yoga als Kombination
recht naheliegend ist. Wenn wir in sehr schwerwiegende
neuropsychiatrische Störungen kommen reicht Yoga wahrscheinlich nicht. Auch im Bereich der Depressionen
haben wir gute Hinweise mit starken Effektstärken
bei leichten depressiven Störungen. Bei einer manifesten
majoren Depression, also einer
klinisch-manifesten Depression, ist Yoga
wahrscheinlich nicht sehr wirksam. Auch der Einsatz bei Krebspatienten,
v.a.bei Brustkrebspatienten, wird viel untersucht. -Ganz wichtig,
wenn man sich Krebs anguckt, ist, dass Yoga eigentlich nie zur
Behandlung des Krebs eingesetzt wird Die Studien drehen sich darum,
mit Symptomen der Krebserkrankung oder mit Nebenwirkungen
der Chemotherapie z.B.umzugehen. Yoga hat also Potenzial
als Begleittherapie bei Krebs. D.h., es geht v.a.um Milderung
von Nebenwirkungen oder Symptomen, um ein gesteigertes Wohlbefinden,
um Stressreduktion usw. Viele Krebspatienten
brechen ihre Therapie ab, weil sie die Nebenwirkungen
nicht mehr aushalten. Wenn man es schafft,
diese Nebenwirkungen zu mildern, kann das
über den Therapieerfolg entscheiden. Dieses Problem haben wir schon beim Video über
den Placeboeffekt anklingen lassen. Deshalb denke ich schon,
dass der Grundansatz dieser Klinik, also konventionelle Medizin
und Therapien anwenden, aber durch Zusatzmethoden
wie z.B.Yoga ergänzen, dass das durchaus wirksam sein kann. Dass es so viel Yogaforschung
zu Brustkrebs und nicht
zu anderen Krebsarten gibt, liegt übrigens nicht
an der Krebsart an sich, sondern daran, dass:
– Die typischen Yoganutzer meist jüngere Frauen sind, was häufiger die Population sind,
die an Brustkrebs erkrankt, sodass da eine höhere Nachfrage ist. Also mehr Frauen z.B. nutzen Yoga
und fragen Yoga nach als ältere Männer mit Darmkrebs. Die fühlen sich durch Yoga
oft nicht so angesprochen. Generell ist Brustkrebs
in vielen Bereichen deutlich besser untersucht
als andere Krebsarten. Denn von den Patientinnen
gibt es sehr große Bewegungen, es gibt große Selbsthilfegruppen, die Forschung
in dem Bereich einfordern. Es gibt wirklich viele Studien
zu Yoga und Gesundheit. Aber was mich echt stört, ist, dass die meisten
methodisch ziemlich schwammig sind. Da haben Sie einen wunden Punkt
in der Yogaforschung gefunden. Es ist in der klinischen Forschung
das Ideal des doppelblinden, Placebo-kontrollierten
Medikamenten-Trials. – Treue Freunde der Sonne wissen
natürlich, wovon Cramer spricht. Man kann im Yogastudien
natürlich Kontrollgruppen haben. Man kann Teilnehmer vergleichen,
die Yogastunden bekommen mit Teilnehmern,
die keine bekommen. Aber hier kriegt man
keine Verblindung hin. Nicht wie bei Medikamenten
und Placebos, wo die Teilnehmer nicht wissen,
ob sie einen Wirkstoff bekommen. Zudem sind die Yogainterventionen, also die Art, wie genau Yoga
in den Studien angewendet wird, von Studie zu Studie
total unterschiedlich. – Die Yogaintervention
hängt stark vom Zentrum ab, wo es durchgeführt wurde,
vom Yogalehrer, der dabei ist, z.T.auch von den Wissenschaftlern,
die eigene Vorerfahrungen haben. Da haben wir
sehr unterschiedliche Yogaformen. Das ist schwierig, wenn man sagt,
wir fassen alles zusammen. – Deshalb kann man vom aktuellen
Stand der Yogaforschung nicht davon ausgehen,
dass eine positive Wirkung auf konkrete Yogaposen
zurückzuführen ist. Vielmehr muss man davon ausgehen,
dass Yoga als Form von Bewegung, ähnlich wie andere Formen
der Bewegung, gesund ist. Hier noch gepaart
mit Stressreduktion durch Atemübungen,
Meditationsübungen und evtl.auch einem allgemein
achtsameren entspannteren Lifestyle. Was ist dann mit krasseren
Yogaformen wie Hot Yoga? Beim Hot Yoga oder Bikram-Yoga begibt man sich
in einen 40° heißen Raum. – Der 1.Schlag hat mich getroffen,
als ich in diesen Raum gegangen bin und man vor eine Wand gelaufen ist,
weil es so warm darin war. Schon nach den Aufwärmübungen
hab ich geschwitzt. Und zwar so richtig geschwitzt.
– 26 bestimmte Asanas werden hier in einer bestimmten
Reihenfolge durchpraktiziert. Jetzt den Arm nach oben,
jetzt nach unten, jetzt das… Das war so schnell hintereinander. Das war meine 1.Stunde,
deswegen war ich überfordert, das sieht man auch. Ich hab ständig
die Sachen nicht dahin gekriegt, wo sie hin mussten
und hab mich verknotet und dabei sehr viel geschwitzt.
– Entspannt sieht es nicht aus. Saadets Trainer erklärt uns,
dass der Anfang zwar schwer sei, aber durch das Verinnerlichen
der Reihenfolge und den strikten Ablauf käme man
auch in einen meditativen Zustand. Es gibt einzelne Studien,
die auch zeigen können, dass Hot Yoga
tatsächlich wirksam ist bei Patienten mit Herzerkrankungen. Dass es die Gefäßelastizität erhöht,
dass es Symptome verringern kann. Die Studien
haben aber methodische Mängel. Die würd ich durchaus hinterfragen. Für mich ist es
bisher nicht überzeugend, dass es wirklich eine Herz-
Kreislauf-förderliche Wirkung hat. Ich wär auch durchaus vorsichtig, das medizinisch vorerkrankten
Patienten zu empfehlen. Ich empfehle sowieso nicht,
ich mach nur Forschung. Aber ich würd auch Kollegen
nicht unbedingt raten, speziell Hot Yoga zu empfehlen.
Dafür ist die Datenlage zu gering. – In dieser kleinen Studie
ließ man Teilnehmer 3 Monate lang Hot Yoga praktizieren.
Damit meine ich diese 26 Asanas. Nur einmal in einem heißen Raum und einmal in einem
normal temperierten Raum. Die heiße Gruppe hatte nach
dem Experiment weniger Körperfett, aber in Sachen Gefäßgesundheit
und Elastizität fand man keinen Unterschied
zwischen beiden Gruppen. Jedoch sah man bei beiden Gruppen eine Verbesserung
gegenüber der Kontrollgruppe, die gar kein Yoga machte. Sollten sich diese Ergebnisse in
weiteren Untersuchungen bestätigen, hieße das, dass die kardiovaskuläre
Wirkung von Hot Yoga nichts mit der Hotness zu tun hat. – Was mit Sicherheit
bei hohen Temperaturen besser geht, ist, in gewisse
Yogahaltungen reinzukommen. Dass man also
vermeintlich flexibler wird. Man ist gelenkiger und kommt
besser in schwere Yogahaltungen. Wobei das wohl ein Trugschluss ist, dass man
nicht wirklich gelenkiger wird, sondern nur der Widerstand
geringer wird und man trotzdem
die Gelenke genauso überlastet. Ein Extremfall,
wenn man in den Lotussitz in normal temperierten Räumen
nicht reinkommt, aber in einem stark erhitzten Raum
würde man vielleicht reinkommen, weil das ganze Gewebe
etwas beweglicher wird, ist die Belastung
für die Hüfte genauso groß. Wenigstens wurden bisher
keine gefährlichen Nebenwirkungen oder Risiken
von Hot Yoga festgestellt, solange,
das ist wichtig, man gesund ist und, auch ganz wichtig,
solange man genug trinkt. Junge, gesunde, sportliche Menschen
können das sicher ausprobieren. – Gut, dass Saadet
jung, gesund und sportlich ist. Doch es muss nicht Hot Yoga sein. Nur weil etwas entspannt aussieht und für die meisten
auch entspannend ist, muss es nicht frei von Risiken sein. Cramer beschäftigt sich
in letzter Zeit vermehrt mit Risiken und unerwünschten
Nebenwirkungen von Yoga. Es gibt eine spezielle Warnung
bei Yoga für alle, die unter einem
grünen Star oder Glaukom leiden. Beim Grünen Star liegt
eine Abflussstörung im Auge vor. Sodass der Augeninnendruck
sich immer mehr erhöht. Bei der Umkehrhaltung
oder dem Kopfstand, beim Schulterstand z.B.,
ist mittlerweile nachgewiesen, dass sich da
auch der Augeninnendruck erhöht, sodass Patienten
mit einer Vorgeschichte von Glaukom dadurch eine Verschlimmerung
verursachen können, was bis zur Erblindung führen kann,
was also nicht trivial ist. Davon abgesehen gibt es beim Yoga,
genau wie bei anderen Sportarten oder Bewegungen,
eine Verletzungsgefahr, wenn man die Bewegungen
falsch ausführt. Diese Verletzungsgefahr: – Hängt
nicht so stark vom Yogastil ab. Man konnte sehen, dass Power Yoga, also eine sehr intensive Yogapraxis,
die eher als Workout genutzt wird, ein etwas höheres
Verletzungsrisiko hat. Ansonsten sind die recht ähnlich. Was wir aber sehen konnten, ist,
dass das Verletzungsrisiko steigt, wenn Menschen Yoga üben, ohne vorher bei einem Yogalehrenden
gewesen zu sein. Wenn man z.B.Yoga
nur durch YouTube-Videos lernt, ist die Verletzungsgefahr
deutlich höher als wenn man es
von einem Menschen lernt. So viel könnt ihr
aus diesem YouTube-Video mitnehmen: YouTube-Videos helfen nicht immer. OK, aber was ist
mit Special-Sachen wie Aerial Yoga? Saadets beste Freundin und meine
funk-Kollegin Lisa Sophie Laurent macht regelmäßig Aerial Yoga. – Sie hat immer davon geschwärmt,
wie cool das ist, dass das so Spaß macht und ihr
hilft, im Alltag runterzukommen. Also hatte ich große Erwartungen. Ich kam rein
und es war ein Riesenstudio. Von der Decke hingen Seile
und ich war so: OK, alles klar… Ich hoffe,
ich brech mir nicht das Genick. – Zu Aerial Yoga gibt es,
wie ihr euch denken könnt, bisher gar keine Forschung. Wahrscheinlich wird sich das
so schnell nicht ändern. Es ist generell ein Problem,
dass es kaum Forschungsgelder gibt für Yogaforschung. Viele dieser Studien sind
von privaten Verbänden finanziert wie z.B.vom Berufsverband
der Yogalehrenden in Deutschland. Das seh ich natürlich kritisch. – Immer wenn Interessengruppen
Studien unterstützen, haben Sie die Möglichkeit,
dass Interessenkonflikte auftreten. Was wir immer machen und was
auch der BDY bei unserer Studie stark mitvertreten hat, ist,
dass das komplette Studiendesign, die Durchführung, die Auswertung,
Interpretation und Veröffentlichung komplett bei uns liegt. Dass also der Berufsverband
in keiner Phase der Studienplanung, Durchführung, Auswertung mitredet. Über diese Studien hinaus haben
wir kein persönliches Interesse. Ich bin selbst kein Yogalehrender,
ich verdiene kein Geld damit. Wir veröffentlichen größtenteils
in konventionellen Zeitschriften. Sodass wir uns komplett
der Begutachtung der Kollegen, der Kritik stellen.
– Das muss man auch zugestehen, viele dieser Studien
sind in ordentlichen, angesehenen Journals publiziert und wurden auch von anderen
Wissenschaftler*innen geprüft. Es spricht aus meiner Sicht
nichts dagegen, es mal auszuprobieren. Denn dass Yoga richtig angewendet
Stress reduzieren kann, so viel kann man sicher festhalten.
Dann ist es auch gut, dass es so viele
verschiedene Yogaformen gibt, wo jeder seinen Stil finden kann. Von sehr spirituell
bis sehr sportlich. Denn wichtig ist,
dass man eine Yogaform findet, an der man langfristig Spaß hat. Denn eins hat Saadet
aus ihrem Selbstversuch gelernt: Nach einer Yogastunde
ist man noch nicht Zen. Welches hat dir am besten gefallen?
– Das ist jetzt schwierig. Oh nein,
dann sind die anderen sauer. Ich glaub,
Aerial Yoga war am coolsten. Es hat richtig Spaß gemacht,
diese Übungen auszuprobieren. Das Team war super nett. Aber die anderen Teams auch,
alle waren nett! Ich hab gelernt, alle Leute,
die Yoga machen, sind nett. Das ist mein Learning. – Ich finde,
die Yogaforschung zeigt v.a.eins: Die Wirkung scheint nicht
an bestimmten Yogaarten oder Posen zu liegen,
dafür ist Yoga zu vielfältig. Ich denke, es geht
vielmehr um einen Lebensstil, um Stressreduktion,
um Achtsamkeit, Bewegung, evtl.gesündere Ernährung. Das kann man
mit Yoga sicher hinbekommen, aber bestimmt auch anders. Sei es durch Sport oder
durch regelmäßige Teezeremonien. Schreibt in die Kommentare, was
für Erfahrungen ihr mit Yoga habt oder ob ihr andere Freizeittipps
habt für ein entspannteres Leben. Dann können sich die anderen
davon inspirieren lassen. Wenn ihr Vorschläge habt, was Saadet künftig
als Selbstversuch testen kann, schreibt das auch in die Kommentare
unter #stuntsaadet. Jetzt kommt
die versprochene Atemübung. Also, ihr seid
in einer stressigen Situation, wollt ein paar mal tief durchatmen,
durch die Nase, euch auf den Atem konzentrieren. Weil das nicht ganz einfach ist,
helfen euch eure zwei Finger. Und zwar könnt ihr immer abwechselnd
ein Nasenloch zuhalten, durch das andere
konzentriert tief ein- und ausatmen. Diese körperliche Hilfestellung
macht es viel einfacher, sich auf den Atem zu konzentrieren. Wenn ihr wollt, könnt ihr eure
andere Hand auf den Bauch legen und darauf achten,
dass die Luft reinströmt und sich der Bauch hebt und senkt. Wir sehen uns nächste Woche,
bleibt entspannt. Untertitel: ARD Text
im Auftrag von funk (2019)

100 thoughts on “Yoga wissenschaftlich geprüft

  1. Ich finde, Saadet hat sich beim Aerial Yoga sehr gut geschlagen und sollte mich ab jetzt immer begleiten 🤓❤

  2. Zusammenfassung: Yoga ist ein buntes Sammel-Surium aus Atemübungen, Bewegungen, Achtsamkeit, Spiritualität mit dem Ziel, Stress zu reduzieren? Obs was bringt, liegt eh nur in der eigenen Wahrnehmung?

  3. Ich gebe einen fetten Daumen nach oben. Yoga wird überall als Allheilmittel gehyped. Dass es das nicht ist, zeigt auch das Video wieder. Und das die Leute Yoga wegen seiner Spiritualität suchen, leuchtet ein. Denn wir sind spirituelle Lebewesen. Und genau aus diesem Grund, werde ich niemals für Yoga werben. Denn als gläubiger Christ kann man nicht dem polytheistischen Indien folgen, aus dem diese spirituelle Körperertüchtigung kommt. Als Christ kann ich jede andere (Nichtspirituelle) Sportart ausführen. Ich finde es ja toll, dass die Menschen heute verstanden haben, dass sie spirituelle Wesen sind. Aus diesem Grund kann ich nur für ein Leben mit Jesus werben. Danke für diese zahlreichen Infos.

  4. Mein Bruder hat ausschließlich durch Yoga seinen Bandscheibenvorfall therapiert. Alle Ärzte wollten operieren.
    Ich hatte neulich Probleme mit der Lendenwirbelsäule und nach 5 Tagen Yoga zuhause war es WEG!!!
    Dass Yoga gut für den Rücken ist, ist doch gemeinhin bekannt 🤔 ist doch auch ein gesundheitsaspekt

  5. Ich finde wenn man ein Sport gefunden hat, wo man während und dannach ein gutes Gefühl hat, ist das das beste Sport.

    Ich liebe z.b. Schwimmen und Radfahren. Ich mag dieses Gefühl, was ich dabei hab und kann mich da ganz hingeben. Und auch hinterher fühle ich mich einfach nur Toll und Energiegeladen. Und dann bleibt man dabei, weil man das nochmal empfinden möchte.

    Daher finde ich, dass jede Sportart eine Bereicherung ist. Man muss nicht das gesündeste vom gesündesten machen oder den effektivsten Sport. Es sei denn man ist Hochleistungssportler oder will gezielte Muskeln trainieren. Da ist das Ziel ja das meiste vom Sport rauszuholen. Aber wenn man lediglich das Ziel hat gesünder zu leben, abzunehmen, ausgleich zu haben oder sich zu bewegen. Dann ist es egal welchen Sport man macht 😊 Hauptsache man empfindet dafür eine kleine Begeisterung. Denn jede Bewegung fördert die Gesundheit und trainiert den Körper 😉

  6. Oh krass, Mai, du hast mir gerade echt geholfen! Deine Videos sind ja immer gut, aber diesmal war es für mich persönlich wirklich wichtig dieses Video zu sehen und "gewarnt zu werden". Ich leide nämlich von Geburt an unter einem Glaukom auf dem linken Auge, welches auch den Innendruck des rechten beeinflusst.Mein linkes Auge, habe ich mittlerweile entfernen lassen, aber vielleicht könnte Yoga für mich dann in manchen Situationen doch nicht so gut sein, wie ich es mir erhoffte (ich war gerade dabei einen Kurs zu buchen). Ich denke aber, ich werde es trotzdem ausprobieren und einfach mal langsam einsteigen. Vielen Dank auf jeden Fall für deine intensive und gründliche Recherche und den Hinweis mit dem Glaukomrisiko im Video! Ich wollte dir das nur mal mitgeben, weil natürlich nicht sehr viele Menschen davon betroffen sein werden, du diese Warnung aber dennoch ins Video genommen und zumindest mir einen großen Gefallen getan hast!
    Liebe Grüße

  7. Könntest du die Wim Hof Methode prüfen , das wäre sehr interessiert, weil er auch viel auf Studien und Wissenschaft zurück greift

  8. Mit Meditation haben ein Bekannter, zwei Freunde von mir und ich selbst (unabhängig von einander) unsere Depressionen oder depressiven Phasen in den Griff bekommen. Ab gesehen von der antrainierten Achtsamkeit und der regelmäßigen Zeit, die wir uns dafür genommen haben, hat sich eigentlich nichts geändert zu der Zeit damals. Mit Yoga in dem Sinne hab ich keine Erfahrung aber das mit der Meditation und Atmung, kann ich hiermit bestätigen.

  9. Kannst du Mal diese Wäschekugeln erklären, also warum dadurch Wäsche sauber wird und warum man den in der Sonne wieder aufladen kann/soll?

  10. Wie ist das bei Pilates? Da atmet man auch oft mit der Bewegung bzw. bewegt sich mit dem Atmen.
    Bei Ashtanga-Yoga ist es gewollt, dass man schwitzt. Bei den beiden anderen getesteten vermutlich auch.
    Ich benutze Yoga als Dehnung und Entspannung, wenn man dabei schwitzt, ist es auch ok, weil ich durchs Schwitzen besser entspannen kann. Das ist bei mir ganz gut fürs Wohlbefinden, also die Lebensqualität.

  11. Viele dieser Yoga Übungen habe ich früher zum Aufwärmen fürs Karate gemacht 😀
    Heute gehe ich gerne zum Hot Yoga, ich mag es, wenn es warm ist. Nicht so heiß und nicht so langweilig wie Sauna. Für mich ideal.
    Ich glaube schon, dass höhere Raumtemperaturen für den Körper (v.a. für die Muskeln) gut sind. Bessere Dehnung bekommt man natürlich nur durch Dehnen – klar. Die Herausforderung für den Kreislauf ist schon da, es kann einem schon schwindlig werden. Aber das wird schnell besser.
    Beim Thema Trinken bin ich nicht ganz der Meinung der meisten Experten – mir wird nämlich ziemlich schlecht, wenn ich zuviel (Wasser) getrunken habe. Darum halte ich beim Yoga durch, trinke nur vorher und nachher. War früher auch beim Karate so. Man gewöhnt sich daran und man unterbricht seine Konzentration nicht ständig.

  12. Ich finde achtsame Spaziergänge ganz toll. Also alleine spazieren gehen, ohne Ablenkung durch Handy oder Musik. Und dann alle Sinne zu weite. Bewusst zu sehen, zu riechen, zu fühlen, zu hören und zu atmen.

  13. Hallo Mai, könntest du ein Video über Omega 3 Fettsäuren machen? Jetzt wo die JAMA Studie draußen ist, weiß man es recht nicht ob sie gut sind. Wäre auch interessant zu wissen welche Supplemente du während deiner Schwangerschaft nimmst. Liebe Grüße

  14. Liebe Mai.
    Könntest du bitte Nattokinase einmal wissenschaftlich prüfen?
    Ich bin kürzlich an einer Lungenembolie erkrankt und soll für sehr lange Zeit Blutverdünner nehmen ( mit ganz viel Pech mein Leben lang).
    Die Nebenwirkungen sind schon nicht ohne und die Risiken teilweise so hoch, dass ich Angst habe morgens eine Tablette zu nehmen.
    Ich hörte von Nattokinase und beschäftigte mich ein wenig damit.
    Normalerweise gehöre ich nicht zu der sogenannten " Aluhutfraktion." Aber ich fand viele positive Berichte darüber von Leuten die zu Nattokinase wechselten und damit gut lebten. Dann wiederrum auch Schriften von Pharmakonzernen die sogar überlegten Nattokinase zu verbieten und davor warnten. Fand ich durchaus ein wenig verdächtig.

    Ich würde mich freuen, wenn du dir das Thema mal genauer ansehen könntest und hoffe auf deine professionelle und objektive Meinung.
    Ganz liebe Grüße!

  15. Da hier ja Meditation und Yoga als mögliche Linderung von Depressionen angesprochen wurde, wäre ich echt an einem Beitrag über Psychedelische Drogen als Therapiemöglichkeit von Depressionen interessiert 🙂
    Wie immer ein wunderbares Video 🍪🍪🍪

  16. Könntest du mal eine Video zur WRRL (Wasserrahmenrichtlinie) und deren Umsetzung machen? Auch wie der Zustand der oberflächen Gewässer in Deutschland so ist?
    Würde mich freuen 🙂

  17. Danke für dieses Video! Ich praktiziere seit 12 Jahren Yoga und bin absolut überzeugt von der positiven Wirkung. Es holt mich sofort runter, hebt die Laune, macht den Hintern straff, was will man mehr? Ich habe ausserdem eine starke Skoliose und würde ohne Yoga vermutlich starke Schmerzen haben. Ich merke es immer, wenn ich mal nicht regelmäßig auf die Matte kann. Das mit der Atmung und der Konzentration…. Tja…. Naja… Ich arbeite daran…. Braucht vielleicht nochmal 12 Jahre. Namaste!

  18. ich bin auch yoga-lehrer. vielen lieben dank, mai, dass du nicht yoga als sport bezeichnet hast 🙂 das nervt mich nämlich immer sehr. ich bezeichne es immer als meditation bei der man den körper mit einbezieht.

  19. Hallo Mai,
    habe mich gefragt, ob du mal etwas über das Rauchen machen könntest und wie genau das Krebsrisiko beim Menschen durch Rauchen beeinflusst wird. Es würde mich auch interessieren, was man von E-Zigaretten halten soll und ob es von den Schadstoffen einen Unterschied zur herkömmlichen Zigarette macht. Vielleicht kann man in dem Zusammenhang auch über die Shisha reden.
    Tolle Videos und Glückwünsch zu den über 500.000 Abonnenten 🙂

  20. Untersuch mal bitte Wim Hof 🤣.
    Das ist aber leider schon wissenschaftlich erwiesen, dass seine Methode funktioniert.

  21. Sehr tolles Video, Danke! Hast du dich auch mal mit der Wim Hof Atemtechnik beschäftigt? Deine Meinung würde mich sehr interessieren.

  22. Ich finde, dass "richtig" atmen lernen, man auch gut bei Kampfkünsten und Kampfsportarten lernt, weil es die elementarste Technik ist. Ich weiß nicht genau, wie es bei andere Kampfkünsten/spotarten ist, aber im Karate beginnt und endet das Training immer mit einer Art Meditation, in der man auch bewusst atmen und sich konzentrieren soll, das bis zum Ende der Begrüßung/Verabschiedung des Sensei und des Dojo gemacht wird. Während des Trainings erinnern unsere Trainer auch immer, dass wir richtig und bewusst atmen sollen. Vor z.B. meinen Prüfungen tu ich auch immer mehrmals tief ein- und ausatmen, dabei die Hände vor meine Brust, beim Einatmen mit den Handrücken nach unten zeigend, beim Ausatmen nach obend zeigend, mit der Atmung langsam hoch und runter bewege. Es hilft mir sehr mich besser zu konzentrieren.

    Was ich auch interessant finde ist, dass seitdem ich mit dem Shotokan Karate angefangen hab mehr Muskeln aufbauen konnte, die ich durchs Handball irgendwie nicht so aufbauen konnte (ich bin ein Strich in der Landschaft) und dass man durch die richtige Atemtechnik auch standhafter wird. Wurde besonders deutlich, als ich mit mit meinem Verein bei einem Lehrgang war, bei dem mehrer hochgradige Sensei aus Okinawa mit verschiedenen Stilrichtungen uns trainierten. Bei einem war die Atmung noch essenzieller als die andere Richtungen.

    Falls Yoga für einen eventuell weniger zusprechend ist, wäre Karate vielleicht auch sehr hilfreich :3

  23. @mai: Wäre es auch möglich wenn du dir das Thema Kangen Wasser anschauen könntest. Im Netz lässt sich außer Werbung und einigen Diskussionen nichts stichhaltiges finden und ich will meinem Vater echt eine unnötige Fehlinvestition ersparen. Danke!

  24. @maiLab Hilfe! Magst du vielleicht mal dem Atomlobbyist Michael Shellenberger auf den Grund gehen (wissenschaftlich geprüft)? Ich finde es ist eine wichtige Diskussion wie man Klimarettung und Atomausstieg gegeneinander abwägt und ich neige dazu zu glauben das wir jetzt die Klimakatastrophe abwenden müssen und danach anderes lösen können. Aber seine Art Fakten zu verbiegen und manipuliert darzustellen macht mich krank und ist auch nicht hilfreich in dieser Diskussion
    Ich helfe gerne die Einzelheiten nachzurecherchieren aber ohne Reichweite bringts ja nix …

  25. https://www.youtube.com/watch?v=nzCaZQqAs9I da hat einer rausgefunden, wie man mit bestimmte Atemtechnik das Immunsystem auf next level bringt

  26. 3:40 Moment mal, ist GABA nicht ein exzitatorischer Neurotransmitter, der im Gegenteil zur Erregung des Nervensystems führt?

  27. kannst du bitte Wim Hof wissenschaftlich pruefen?
    Wim Hof (so ein Typ aus Holland) hat es irgendwie geschafft sich mit seinem Nervensystem zu verbinden. Er wird nicht mehr krank, kann stundenlang in Eiswasser baden, usw. Und das basiert alles auf Atemtechnik bzw. der Atmung. Finde ich sehr interessant und ich glaube in dem Bereich wird auch derzeit geforscht.

  28. Bla, bla, bla … Pillepalle. – Carola Rackete rettet jetzt das Klima statt Flüchtlinge. Auf lange Sicht wolle sie auf keinen Fall in Deutschland leben, sagt sie, zu viele Menschen auf zu engem Raum. Chile oder Kasachstan fände sie gut. 😀 Na ihr Gutmenschen – merkt immer noch nicht wie ihr verarscht werdet?

  29. Warum übersetzen eigentlich alle die Klimaheinis „Extinction Rebellion” mit „Aufstand gegen das Aussterben“ und niemand merkt, dass das eigentlich wörtlich „Aufstand zwecks Auslöschung“ heißt?

  30. Yoga ist sehr sehr geil (und Meditation auch).
    Seitdem meine Schwester mich nal mitgenommen hat zu ihrer Yogastunde, bin ich absolut begeistert, obwohl ich vorher skeptisch war.
    Hat meine Meinung zu dem sofort und radikal geändert
    Ich habe mich soooo gut gefühlt nach der ersten Stunde. Absolut genial was das mit dem Körper macht. Bin auch der einzige Mann in der Gruppe, was mir irgendwie gefällt.
    So ne Gruppe mit fast nur Frauen ist schon ziemlich anders wie mit Männern. Ist ziemlich cool, gelassener und nice ^^

    Btw, Yoga hat erstmal nicht unbedingt was mit Dehnung oder Sport zu tun, sondern bedeutet erstmal sowas wie "Weg zur Erleuchtung" oder "Weg zur Wahrheit" oder "Eins werden mit allem".
    Die Körperarbeit ist dabei nur ein Weg von vielen um das zu erreichen.
    Buddhismus ist schon eine sehr gute und intelligente Weltanschauung wie ich finde.
    Es ist auch keine Religion, da es die meisten Attribute die Religionen haben nicht besitzt.
    Den korrekten Begriff dafür haben wir einfach noch nicht.
    Und (im Gegensatz zu Religionen) ist sie nicht dogmatisch und macht definitiv viel Sinn und ist logisch. Zumindest ist das meine Meinung.

    Sich mal tiefer damit auseinander zu setzen und Bücher davon zu lesen, ist für jeden definitiv sehr lohnenswert.

    Auch ohne an die für uns Westler etwas unglaubwürdigen Hintergründe des Buddhismus zu glauben, hat diese Weltanschauung viele praktische Aspekte die uns helfen mit diesem Leben besser und einfacher klar zu kommen.
    Ganzheitlich das Leben anzugehen ist einfach der beste Weg!

    10/10 kann ich jedem empfehlen! 🙂

  31. Die Aktionen der Extinction Rebellion haben faschismus-technisch eine ähnliche Funktion wie damals die Nazi-Aufmärsche.

  32. Es gab mal eine Zeit, da wusste man, was man von Weltuntergangssekten zu halten hat. Früher war das noch ein Witz, wenn einer mit einem Schild „Bereuet! – Das Ende ist nah!” herumstand.

  33. Symphatisch das der Herr direkt auf schweregerade bestimmter erkrankungen hinweißt und erklärt das yoga bei einfacheren sicher helfen kann- bei schweren Fälle jedoch nicht (unterstützend maybe?) .
    Ich habe oft das Gefühl, wenn ich mit meinen freunden über solche Themen schnacke, dass nur weil etwas hilft , es gleich auch heilt. Das ist aber ein unterschied meine lieben. Klar hilft einem Yoga oder grundsätzlich Sport und Meditation , es hilft mit den Symptomen umzugehen. Es macht mich nicht gesund, ergo_keine heilung_was yoga/mediation in meinen Augen auch nicht abwertet :*

  34. Top-Thema der HEUTE Nachrichten: Seehofer wirbt für Seenotrettungspläne – nicht etwa der islamische Terroranschlag in Limburg durch einen "Refugee welcome" Syrer. ZDF = pfui deibel! Gutmenschen = Vollidioten!

  35. Ich habe nach neun Atemzügen angefangen darüber nachzudenken, was denn eigentlich als Verstoß gegen "an nichts anderes denken" gewertet werden sollte 🤦🏻‍♂️😅

  36. Yoga bereichert mein Leben seit über 5 Jahren. Man kommt zu sich, ist bei sich, löst physische und auch schon mal psychische Blockaden, atmet den ganzen Bums des Alltags aus und frische Energie ein…einfach mega.

  37. Is ha alles gut und schön, du bist schwanger und eine agile Frau …. ich könnte mir vorstellen, dass Joga auch deinem Kind gut tut aber lol ist kein Wissen;)

  38. Gutes Video! Ich finde Yoga super, aber auch kein Allerheilmittel gegen alles was da draußen so lauert. Und die verschiedenen ideologischen Camps (MEIN Yoga ist das beste – nein MEINS!) sind ein bisschen kindisch und uncool.
    Ein wissenschaftlich geprüft zu Tinnitus fände ich schön!

  39. Ich habe gerade so den Eindruck, als ginge diese Extinction Rebellion Aktion gewaltig nach hinten los, als wären die Leute von dem ganzen Scheiß und Narzissten-Auflauf nur genervt. Zumal ja nun wirklich nicht ersichtlich ist, wo und wie das dem Klima und der Umwelt dienen soll, vor allem, wenn sie dann noch einen Haufen Müll hinterlassen, wie die BZ schreibt: 11,5 m³ Müll allein am Potsdamer Platz. Was für Vollidioten! 😀

  40. In Deutschland müssen alle Leute zwangsweise Beiträge für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zahlen, aus dem Typen wie die MDR-Intendantin Karola Wille Pensionsansprüche von 17.200,- im Monat haben. Auch dieser Propagandakanal hier ist GEZ zwangsfinanziert. Dafür erzählt die Tante euch einen vom Pferd. – lool –

  41. Kannst du vielleicht mal Wissenschaftlich herausfinden, warum Menschen die leere Milchtüte zurrück in den Kühlschrank stellen ?

  42. Ich selbst hatte 2014 mal einen Burn Out. Habe schon immer viel Sport gemacht und bin leidenschaftliche Tänzerin.. 2014 steckte ich in einer tiefen Depression… Yoga hat mir dabei geholfen meinen schlechten Gewohnheiten den Gar auszumachen. 2015 bin ich tatsächlich zur Quelle gereist, um die Tradition im Kern kennenzulernen. Ich war und bin immer noch sehr beeindruckt. Wenn man sich mit dem ganzen System beschäftigt, dann kann man wirklich tolle Wege finden das eigene Leben auf sich und den eigenen körperlichen und seelischen Bedürfnissen anzupassen. Yoga kann ein Raum sein, wo man lernt sich selbst zuzuhören… wenn man sich darauf einlässt. Aber nur die Positionen reichen dann nicht aus, so wie du auch gesagt hast.. im allgemeinen hilft einfach ein bewusster Umgang mit sich selbst denke ich und sich niemals festzufahren, sondern immer wieder ausprobieren, sich fördern und Raum für Entspannung schaffen.. Danke für euren Beitrag 🙌🏼

  43. Guten Morgen
    Könntest du vielleicht mal etwas über „Bitterstoffe“ sagen?
    Dein Kurkuma Beitrag war super und Bitterstoffe sollen nun das neue super Hilfsmittel sein.
    Z.B. Bei Produkten wie „BitterLiebe“

    Danke für deine tollen Videos☺️

  44. Mal ne Frage zu einem anderen Themenbereich:
    Haben eineiige/zweieiige Zwillinge eine identische DNA? Und wie sieht es mit dem Fingerabdruck aus?
    Haben wir auch an den Füßen einen "Fingerabdruck"? 🤔

  45. Atmen und Durchatmen erzeugt Co2, wegen der Yoga Scheiße sterben wir alle.Wie ist das eigentlich mit der Haarfarbe von Rezzo? Ist die biologisch unbedenklich? Mach doch mal da ein Video.

  46. Deine Videos sind super. Mach doch mal ein Video über Propaganda, zb DDR, Nazis, ARD, ZDF, Funk, könntest du ja mal ein Video über Frameing machen. Wie man die Massen dazu kriegt, den Müll von Zertifikats Lobbyisten zu glauben. Die öffentlich rechtlichen sind da ja besonders gut. Also mit dem frameing, ich bin ja ein Fan von ARD und ZDF, da kriegen Märchen so einen offiziellen wissenschaftlich bewiesenen Hauch. Das macht mir Gänsehaut. So jetzt geh ich zur Co2 Demo, und hüpfe gegen Kohle. ☮️

  47. Kleine Kritik an der Atemübung zum Schluss: Ich glaube, die Luft soll in den Brustkorb strömen und nicht in den Bauch. Nur so wird nach meinem Verständnis das parasympatetische Nervensystem aktiviert, was zu der gewünschten Entspannung führt.

  48. Ich mache seit ca 8 Jahren Yoga (manchmal mehr, manchmal weniger) und es hilft mir sehr, sowohl meine physische als auch psychische Gesundheit aufrecht zu erhalten. Das Fazit im Video, dass Yoga kein "Allheilmittel" ist, und man auch durch andere Sportarten oder Achtsamkeitsübungen ähnliche Gesundheitseffekte erhält, würde ich so unterschreiben. Allerdings ist mir aufgefallen, dass die meisten anderen Sportarten zu einseitig fokussiert sind. In vielen Sportarten werden nur bestimmte Muskelgruppen belastet und nicht genug gedehnt, das fällt mir vor allem bei Fußballern häufig auf. Auf die Psychische Gesundheit wird außerdem bei den meisten Sportarten nicht wirklich geachtet, dass man sich ausgeglichener fühlt ist dort eher angenehmer Nebeneffekt als erklärtes Ziel. Ich denke, dass eine Yogapraxis (zB als Begleitprogramm zu anderen Sprtarten) vielen Menschen helfen würde, sich besser auf ihre körperlichen und mentalen Bedürfnisse zu fokussieren. Yoga und Klettern oder Schwimmen ergänzen sich zum Beispiel super!

  49. Hallo! Ich wollte nur sagen, dass deine Videos nicht nur vergnüglich und interessant sind, aber sie helfen mir so viel, Deutsch und Wissenschaft zu lernen. Dankeschön!!

    Ich habe einen Vorschlag für dich: Könntest du in einem Video über Mikroplastik in unserem Essen sprechen? Ich finde dieses Thema sehr beunruhigend…

    Danke!!!

  50. Kannst du bitte den Coach Cecil und seine Aussagen bzgl Vitamine und Krebsvorsorge wissenschaftlich prüfen? Vorrangig zB das video diese 3 Fragen entscheiden über dein Leben

  51. kurze Definition für das Wort Yoga: das Wort Yoga bedeutet übersetzt Einheit.
    Genau dafür ist Yoga da. Das Yoga, das wir im Westen kennen ist Hatha oder Asana Yoga. Also Yoga das sich auf den Körper bezieht. Bei diesem Yoga wird der physische Körper wieder in Einklang gebracht. Es gibt aber noch weiter Arten des Yoga wie z.B.
    Bhakti Yoga, das Yoga der liebenden Hingabe (ausgesprochen Bakti)
    Karma Yoga, das Yoga des selbstlosen Handelns
    Jnana Yoga, das Yoga der Erkenntnis (ausgesprochen Gnana)
    Raja Yoga, das Yoga der Geisteskontrolle

    Körperliches Yoga sollte nicht bei Hitze oder heißen Temperaturen gemacht werden, das kann dem Geist und Köper schaden. Solche Praktiken sind meist Nachahmungen aus Amerika. Leider kann man heute auch in Indien Yoga Praktiken Studieren oder lernen, die ihren Ursprung eigentlich in den Vereinigten Staaten haben. Das hat auch mit der immer größer werdenden Nachfrage und dem finanziellen Aspekt zu tun.
    Namaskaram

  52. Wer mehr über Yoga oder Atemtechnik, Meditieren wissen möchte oder auch lernen möchte dem kann ich Mojo di hier auf you Tube empfehlen 😇🙏🏻

  53. Hey Mai
    Könntest du die Lotusgeburt wissenschaftlich untersuchen? Ist scheinbar ein hype seit eine der Kardashian das gemacht hat.

  54. Schau mal, ob das wirklich funktioniert würde mich ja mal interessieren: https://www.youtube.com/watch?v=e_5wryasNs0&t=17s

  55. Liebe Mai, kannst du bitte mal ein Video über genmanipulierte Pflanzen machen?
    Vor allem über die Frage, ob und welche Langzeiteffekte es auf Menschen und das Ökosystem gibt.

  56. Interessantes Video. Danke, Mai. 🙂
    Ich habe Aerial Yoga, normales Yoga und Bikram/Hot Yoga ausprobiert.
    * Aerial Yoga ist mir auf Dauer zu teuer und ich hab mir in der ersten Stunde die Fingersehnen ordentlich überdehnt. 😅
    * Normales Yoga ist nice, brauch ich aber nicht mehr im Studio, sondern mach ich lieber Zuhause. Die Ooooooooommmmmmmhhhh Gesänge waren auch nicht so meins.
    * Wo ich super gerne hingehe ist 1x pro Woche zum Hot Yoga. Gerade als jemand, der einen Sitzjob hat (zeichnen, designen) merkt man irgendwann den Rücken … Seitdem ich Hot Yoga mache, hab ich null Rückenschmerzen mehr und es macht mir durch die herausfordernde Hitze am meisten Spaß. Definitiv mein Favorit. ❤

  57. Yoga wurde ursprünglich als Übung erfunden, um über lange Zeit meditieren zu können. Oft auch in der Verbindung mit holotropem Atmen – bei manchen Formen steht die Atemtechnik im Vordergrund und kann zu psychodelischen Trips führen (z.B. Kundalini)

  58. Liebe Mai,
    Schön das Sie als ausgebildete Chemikerin Yoga mal auf den Zahn gefüllt haben. Momentan wichtige Kernthemen aus der populärwissenschaftlichen Chemie wären meiner Meinung nach andere.
    Schadstoffen und Pestiziden in Lebensmittel und Artikel (Stichwort Umweltverschmutzung):
    -Glyphosat
    -Nitrat
    -Bisphenol a
    -Phthalate

    Brennstoffzellen mit (Stichwort Klimawandel):
    -Direktmethanol
    -Wasserstoff

    Warum werden diese von Mai nicht wissenschaftlich geprüft? Zu komplex für ihre Fans? Nicht auf der Googletrendliste?

  59. Wenn man Lisa schon bei der Pose bei 18:24 sofort erkennt…dann schaut man definitiv zu viele Videos von ihr! x'D

  60. Wieviele Substanzen in Fertigessen aus dem Supermark, die wir nicht kennen und diese trotzdem verarbeitet werden. Das ist wichtiger als Yoga, wissenschaflich zu prüfen. Wenn jeder nach der Yoga lehre leben würde hätten wir keine massen Krebskranke!!!!

  61. Für mich bleibt Yoga ein Hype, an dem nicht mehr dran ist, als an anderen Maßnahmen um einfach abzuschalten. Man kann auch anders entspannen, z.B. durch das Hören von Musik oder das Lesen eines guten Buches. Yoga-Übungen sind nichts besser als Joggen oder Schwimmen oder Radfahren. An Yoga ist nichts besonders.

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